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Tyrosin

In der Mitte des 19. Jahrhunderts untersuchte ein deutscher Forscher Käse, als er eine Amino-säure entdeckte, die nach dem griechischen Wort für Käse „Tyri“ benannt wurde. Bald ent-deckte man, dass derselbe Stoff sich auch in anderen Lebensmitteln findet, wie z.B. Erdnüsse, Fisch und Hähnchen. Heute weiß man, dass diese Aminosäure eine entscheidende Rolle darin spielt, wie die Photosynthese eines Organismus funktioniert, also wie Licht zu Nahrung und Energie umgewandelt wird. Tyrosin ist ein wichtiger Stoff, damit unser Signalsystem gut funktioniert. Will das Gehirn beispielsweise Dopamin an die unterschiedlichen Körperteile schicken, damit wir uns normal bewegen können und wir uns gut fühlen und fokussiert sein können, wird Tyrosin benötigt.

Weshalb benötigen wir L-Tyrosin?

Genau wie alle anderen Aminosäuren, hat auch L-Tyrosin, oder nur „Tyrosin“, wie es manchmal genannt wird, eine Anzahl an wichtigen Funktionen, die uns sowohl physisch als auch mental helfen. Was die inneren Organe betrifft, so handelt es sich vor allem um die Schilddrüse , die unseren Stoffwechsel beeinflusst, und um die Nebennieren, die unser Stress-niveau regulieren, die diese Aminosäure benötigen. Mit anderen Worten: Tyrosin ist ein klas-sisches Beispiel für eine Aminosäure, die sowohl physische als auch mentale Funktionen er-füllt.

Tyrosin hat außerdem eine wichtige andere Funktion, denn sie hilft bei der Produktion von gewissen Neurotransmittern wie Dopamin und einer bestimmten Art von Adrenalin unter-stützt. Es ist dieser Stoff, der reguliert, wie wir uns im Allgemeinen fühlen aber auch wie wir mit schwierigen Situationen und Stress umgehen. Wenn ein Mensch unter einer schwierigen Situation leidet, sich ängstlich fühlt oder einfach zu viele Dinge zu erledigen hat, so kann un-ter anderem das Tyrosin-Niveau helfen, dass wir mit dem dazugehörigen Stress bewältigen können. Man hat bei einem Experiment beobachtet, dass Tiere, die ein zu niedriges Tyrosin-Niveau hatten, Probleme bei der Bewältigung von Stress bekamen und diesen durch Essen kompensierten, was zu einer Gewichtszunahme führte. Eine andere Funktion, bei der Tyrosin eine Rolle spielt, ist die Frage, wie gut wir damit zurechtkommen, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen – denn auch dies hat mit dem Stressniveau zu tun, ob wir es schaffen uns auf mehrere Dinge gleichzeitig zu fokussieren und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Symptome von Tyrosin-Mangel

Das erste das passiert, wenn man an einem Mangel an Tyrosin leidet, ist, dass unsere Schild-drüse und Nebennieren nicht mehr normal funktionieren. Da unsere Schilddrüse mit unserem Stoffwechsel zu tun hat, kann dies zu einer Unterproduktion führen, was wiederum dazu füh-ren kann, dass man einen langsamen Stoffwechsel bekommt und deshalb beginnt, an Gewicht zuzulegen, auch wenn man nichts an seinen Essgewohnheiten verändert hat. Dies kann zu Angstzuständen und sogar zu Depressionen führen, aber es gibt auch Hinweise darauf, dass der Mangel selbst unsere mentale Gesundheit sehr negativ beeinflusst. Natürlich gibt es viele andere Ursachen für Angstzustände und Gewichtszunahme, aber solltest du solche Symptome bemerken, solltest du dennoch stets auf dein Tyrosin-Niveau achtgeben.

Da Tyrosin sowohl dabei hilft, unser Stressniveau zu regulieren als auch beeinflusst wie mir mit gewissen Situationen umgehen, können Dinge wie Herzrasen und Schweißausbrüche ent-stehen, wenn man ein zu niedriges Niveau hat. Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl zu haben, kurz vor einen Nervenzusammenbruch zu stehen, können alles Symp-tome dafür sein, dass etwas mit dem Tyrosin-Niveau nicht stimmt. Dies muss jedoch nicht immer ein Mangel sein, sondern kann ebenso bedeuteten, dass man zu viel davon eingenom-men hat. Deshalb sollte man immer vorsichtig sein, wenn man Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt, die einem nicht nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung empfohlen wur-den.

Tyrosin und Training

Tyrosin ist seit langem ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel unter Menschen, die regel-mäßig hart trainieren. Dies liegt unter anderem daran, dass zusätzliches Adrenalin und Dopa-min die Leistung verbessern kann. Der zusätzliche Energiekick ist praktisch, wenn du unter-wegs bist oder ein wirklich hartes Training im Fitnessstudio absolvieren möchtest. Menschen, die ernsthaft trainieren, brauchen darüber hinaus eine hohe Konzentrationsfähigkeit, damit sie die komplette Trainingseinheit schaffen und die Übungen korrekt ausführen und jede Mus-kelgruppe maximal arbeitet und hier ist das Dopamin einer der besten Freunde.

Nimm ab, ohne an Muskelmasse zu verlieren

Eines der größten Probleme für Menschen, die abnehmen, aber gleichzeitig an Stärke gewin-nen wollen, ist, dass der Körper natürlich an Muskelmasse verliert, wenn er nicht ausreichend Kalorien bekommt. Das ist ganz normal und gehört zum Überlebensdrang, der allen Lebewe-sen innewohnt. Wenn man viel trainiert, braucht man mehr Kalorien als wenn man dies nicht tut und wenn man an Gewicht verlieren will, darf man weniger Kalorien zu sich nehmen als man verbrennt.

Hier kann die Balance schnell ins Wanken kommen, aber da L-Tyrosin den Aufbauprozess in den Körperzellen stimuliert, kann man mit Hilfe der Aminosäure das gewünschte Resultat erreichen. Durch das Beobachten des Verhältnisses zwischen der Einnahme und der Verbren-nung von Kalorien und dem anschließenden Hinzufügen des Nahrungsergänzungsmittels, kannst du dich darauf freuen, Gewicht zu verlieren, ohne allzu viel Muskelmasse zu verlieren.

Wo findet sich Tyrosin auf natürliche Art und Weise?

Die Aminosäure Tyrosin findet sich in den meisten Fleisch- und Milchprodukten wieder, aber auch in Sojaprodukten, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten. Das beste Käseprodukt, um die Aminosäure aufzunehmen, ist Parmesan, aber man kann auch hohe Mengen zu sich neh-men, indem man Gruyère, Mozzarella und Grünschimmelkäse isst. Erdnüsse sind außerdem eine gute Quelle für Tyrosin, genauso wie Sesam, Sonnenblumenkerne und Chia-Samen. Auch Vegetarier und Veganer können also ausreichend mittels der Nahrung diese Aminosäure aufnehmen, wenn sie nur ausreichend von den genannten Lebensmitteln essen.

Wer sollte kein Tyrosin zu sich nehmen?

Da Tyrosin sehr mit den Stresshormonen und Neurotransmittern verbunden ist, sollte man den Stoff nicht zu sich nehmen, wenn man unter psychischen Krankheiten leidet und bereits dage-gen Medikamente einnimmt. Mit der chemischen Zusammensetzung des Gehirns ist nicht zu spaßen und man sollte in jedem Fall einen Arzt konsultieren, wenn man sich einer pharma-zeutischen Behandlung unterzieht. In solchen Fällen haben Personen plötzliche Migräneatta-cken erlebt, weil sie zu viel Tyrosin eingenommen hatten.

Ärzte raten außerdem Schwangeren und Stillenden von einem Nahrungsergänzungsmittel mit dem Stoff Tyrosin ab. Man sollte ein Nahrungsergänzungsmittel niemals als einen Ersatz für Essen und Trinken ansehen, sondern vielmehr als eine Ergänzung, die entweder in gewissen Lebensphasen gebraucht werden kann oder dafür, weil man einen Lebensstil pflegt, der extra viel Energie, Vitamine und Ami-nosäuren benötigt.

Beste Nahrungsergänzungsmittel mit Tyrosin

Wenn man hart und viel trainiert oder sich ausgelaugt von dem ganzen Stress im Leben fühlt, so kann es eine gute Idee sein, etwas extra Tyrosin mittels Nahrungsergänzungsmitteln einzu-nehmen. Die Dosis kann je nachdem wie aktiv man ist, ob man Mann oder Frau ist und wie der eigene Körper gebaut ist, variieren. Aber es ist immer am besten mit der niedrigsten emp-fohlenen Dosis zu beginnen und sie dann langsam bis zur höchsten Dosis des eigenen Bedarfs zu steigern. Der Körper braucht etwas Zeit, um sich daran zu gewöhnen und mit einer vor-sichtigen Vorgehensweise, erhält man auf lange Sicht ein besseres Resultat. Tyrosin kann vom Körper am besten aufgenommen werden, wenn man es auf leeren Magen zu sich nimmt. Ob Kapseln oder Pulver, ist jedoch jedem selbst überlassen.

Zuletzt bearbeitet: 2020-01-06 09:40:37

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