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Hanfprotein

Während Hanf von vielen traditionellen Ernährungswissenschaftlern nicht wirklich als das beste Proteinpulver betrachtet wird, zeigen mehrere Studien viele vielversprechende Aspekte der grünen Pflanze auf. Die Menge der enthaltenen Aminosäuren, die sich in Hanf befinden, ist das, was am beeindrucktesten unter den pflanzlichen Proteinpulvern und bietet eine verlockende Alternative zu Molkenprotein. Außer den vielen essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren beinhaltet Hanf außerdem die verzweigtkettigen Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin. Hanfprotein, das Molke ähnelt, hat sich ausgezeichnet dafür erwiesen, den Serumantioxidantgehalt zu erhöhen. Hanfproteinpulver ist eine sehr gute vegetarische und vegane Alternative.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hanf?

Hanf ist eine einjährige krautige Pflanze, deren maximale Höhe je nach Anbaugebiet zwischen zwei bis vier Meter variiert, wobei die kürzeren Pflanzenarten in nördlichen Gebieten wachsen. Hanf wurde früh eine wichtige Pflanze zum Anbauen. Der zweite Teil ihres lateinischen Namens, sativa, bedeutet dementsprechend gezüchtet oder brauchbar.

Es war wahrscheinlich in Zentralasien, wo Hanf zuerst wuchs und es war auch dort, wo zuerst ihre Brauchbarkeit entdeckt wurde und woraufhin man begann, sie zu züchten. Im alten China wurde Hanf unter anderem zur Herstellung von Medizin, Schuhen, Kleidung und Papier. Archäologische Funde zeigen, dass Hanf auch in Europa bereits im 3. Jahrhundert angepflanzt wurde. Später, im Mittelalter, wurde Hanf vor allem für die Herstellung von Seilen, Säcken, Zelten, Bettwäsche, Kleidung uvm. angepflanzt.

Es waren also vor allem die langen Fasern des Hanfs, aus denen viele wichtige Produkte für die Zivilisation hergestellt werden konnten, weshalb Hanf zu einer wichtigen Kulturpflanze wurde, aber auch seine medizinische Nützlichkeit wurde bereits früh entdeckt. Es waren die fettreichen Samen, Hanfsamen, eigentlich eine Steinfrucht, die verwendet wurden und im 19. Jahrhundert beinhaltete sämtliche Medizin, die in Europa und Amerika hergestellt wurde, Hanf. Als Kuriosität kann erwähnt werden, dass die erste Bibel der Welt und damit das erste Buch der Welt, auf Papier aus Hanf gedruckt wurde.

Mit der Zeit wurde außerdem entdeckt, dass Hanf auch betäubende Eigenschaften hat. Aus den getrockneten Blättern wird Marihuana hergestellt und aus den Blütenständen der Pflanze wird Haschisch erzeugt. Aufgrund der betäubenden Wirkung von Hanf war der Anbau und die Einfuhr von Hanf in vielen Ländern, in denen der Hanfanbau zuvor als wichtiger Bestandteil der Agrarindustrie galt, vollständig verboten.

Ist es wirklich legal, Hanfprotein zu konsumieren?

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Hanfproteinpulver als Trainingsergänzung funktioniert sehr gut!

Da die Pflanze verboten und als Betäubungsmittel klassifiziert ist, ist diese Frage relevant. Aber Hanfprotein ist komplett legal und außerdem das nützlichste vegetarische Naturprodukt, das bekannt ist. Alle und insbesondere diejenigen, die ein hohes Aktivitätsniveau haben, können und sollten Hanfprotein konsumieren. Tetrahydrocannabinol, THC, wird als die Substanz angesehen, die 70 bis 100% der Hauptvergiftungseffekte des Cannabiskonsums ausmacht und ist in sehr geringen Mengen in Hanfsamen enthalten.

Solange du nicht überdosierst und extrem empfindlich bzgl. THC bist, wirst du keinerlei Rauscheffekte spüren. Es wurde befürchtet, dass das THC, das trotz allem in Hanfprotein enthalten ist, zu Auffälligkeiten bei einem Drogentest führen könnte. Eine Studie, die in der November-Dezember Nummer 2001 des „Journal of Analytical Toxicology“ publiziert wurde, ahmte den täglichen Hanfverbrauch nach und untersuchte die THC-Metabolinwerte. Die Studie ergab, dass der THC Metabolingehalt im Urin auch nach längerer Einnahme niedrig bleiben. Daraus lässt sich schließen, dass diejenigen, die eine durchschnittliche tägliche Hanfdosis konsumieren, nicht dem Risiko ausgesetzt sein sollten, bei einem Drogentest auf positiv getestet zu werden.

Hanfproteinpulver ist voll von Hanfsamen

Hanfproteinpulver ist voll von Hanfsamen. Dieses beinhaltet so viele für Menschen wichtige Stoffe, dass das Nahrungsergänzungsmittel ohne zusätzliche Stoffe verkauft wird. In anderen Nahrungsergänzungsmitteln hingegen wird Hanfprotein hier und da hinzugesetzt, um den Nährwert zu erhöhen. Nahrungsergänzungsmittel aus Hanfsamen sind nicht nur sehr nahrhaft, sondern haben auch viele andere Vorteile. Es enthält keine künstlichen Zusätze wie Farbestoffe oder Aromen. Außerdem enthält es auch keine Laktose oder andere tierische Produkte, sodass es sich hier um eine rein vegetarische und laktosefreie Proteinpulveralternative handelt.

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Was enthält Hanfsamen also, das ihn so nützlich macht?

Hoher Faseranteil – Gilt insbesondere bei der Anwendung von ungeschälten Hanfsamen. Fasern sind Kohlenhydrate, die während der Verdauung nicht abgebaut werden, aber einen ungemein wichtigen Anteil zur Normalfunktion des Darms leisten und das Risiko von Verstopfung verringern. Faserreiche Produkte tragen außerdem dazu bei, die Blutfettwerte niedrig und stabil zu halten und das Sättigungsgefühl zu steigern. Diejenigen, die also das Gewicht niedrig halten wollen, können also gut faserreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Hoher Gehalt an Omega-3 – Omega-3 ist eine mehrfach ungesättigte essentielle Fettsäure. Essentiell bedeutet, dass der Körper diese benötigt, jedoch nicht selbst herstellen kann. Deshalb müssen diese mittels der Nahrung aufgenommen werden. Es gibt unterschiedliche Omega-3-Fettsäuren; DHA (Docosahaexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) werden häufig Fischöl genannt, da sie sich in Fisch und Meeresfrüchten finden, während ALA (Alpha-Linolsäure) aus dem Pflanzenreich stammt und sich unter anderem in Hanf findet. Ein Vorteil mit ALA ist, dass der Körper ALA zu EPA und DHA in kleinen Mengen umwandeln kann, wenn dies benötigt werden sollte. Das Gegenteil, also EPA oder DHA zu ALA umzuwandeln, kann der Körper hingegen nicht.

Die Forschung hat gezeigt, dass Omega-3 unter anderem für folgende Dinge gut ist:

  • Senkt Blutfette und Blutdruck und senkt dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Trägt zur Aufrechterhaltung der Elastizität der Blutgefäße bei, was wichtig für die Durchblutung ist
  • Hat eine kapazitätssteigernde Wirkung auf das Gehirn
  • Erhöht die Menge an Serotonin (eine Fühl-gut-Substanz) im Gehirn und senkt dadurch das Risiko für Depressionen und Missbrauch von Drogen
  • Hemmt Entzündungen im Körper
  • Macht die Zellmembran weicher und elastischer

Hoher Proteinanteil – Proteine sind lebenswichtige Nährstoffe, die der Körper u.a. dazu verwendet, um Zellen, Enzyme und Hormone aufzubauen. Sie sind auch notwendig, um das Immunsystem aufzubauen. Für diejenigen, die trainieren, sind ausreichend Proteine extrem wichtig, da sie auch für den Muskelaufbau notwendig sind.

Eisen – Eisen wird vor allem benötigt, um die Blutaufnahme und den Sauerstofftransport zu gewährleisten. Eisenmangel ist der häufigste Nährstoffmangel auf der Welt und vor allem Frauen im gebärfähigen Alter sind davon betroffen, also Frauen, die menstruieren. Auch Vegetarier können in hohem Grade an Eisenmangel leiden, da sich Eisen vor allem in tierischen Produkten findet. Doch auch in vielen Nüssen und Samen, wie beispielsweise Hanf, findet sich Eisen.

Zink – Zink ist ein lebensnotwendiges Mineral, das der Körper dafür benötigt, dass Fette, Kohlenhydrate, Proteine und Vitamine zufriedenstellend umzuwandeln. Das Mineral Zink hat auch einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. Wie Eisen auch kommt Zink vor allem in tierischen Produkten vor, aber auch in gewissen Nüssen und Samen und wieder ist Hanf eine der größten pflanzlichen Träger des Stoffes. Auch hier müssen insbesondere Vegetarier darauf achten, ausreichend Mengen Zink zu sich zu nehmen. Deshalb kann ein Nahrungsergänzungsmittel, das auf Hanfprotein basiert, sowohl eine einfache als auch effektive Lösung für den täglichen Zink-Bedarf sein.

Dosierung – Ist es möglich, zu überdosieren?

Im Prinzip nicht, doch sollte man eine Dosis kontrollieren, indem man Leuten folgt, die täglich Samen oder Hanfprotein zu sich nehmen und ihre Ergebnisse im Internet veröffentlichen. Es gibt eine Obergrenze von 10% der Energieaufnahme für mehrfach ungesättigtes Fett. Die meisten jedoch, auch die, die Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, erreichen dieses Niveau nicht. Außerdem ist die Grenze so gezogen, dass man auch bei größeren Einnahmen keine Effekte bemerken würde.

Es wurde auch diskutiert, ob Omega-6 das Risiko für entzündliche Krankheiten erhöht. Bis jetzt hat die Forschung dies aber nicht beweisen können. Im Gegenteil – Studien zeigen, dass Omega-6 vor Entzündungen schützt. Es gibt keine bekannten Allergien gegen Hanfsamen, alle Allergiker, auch jene, die z.B. keine Nüsse vertragen, können Hanfsamenprodukte ohne Sorge vor Nebenwirkungen zu sich nehmen.

Achtung bei der Einnahme vom blutverdünnenden Medikamenten

Wenn du blutverdünnende Medikamente einnimmst, solltest du vor dem Beginn mit Hanfprotein mit deinem Hausarzt sprechen. Diejenigen, die an Herpes leiden, sollten Hanfprodukte nicht täglich einnehmen. Dies liegt an dem hohen Anteil der Aminosäuren. Aminosäuren sind gut für den Körper aber werden auch vom Herpesvirus verwendet, sodass eine hohe Einnahme von Hanfprotein die Herpessymptome verschlimmern kann. Auch jene, die unter autoimmunen Krankheiten leiden, sollten mit Hanfprotein vorsichtig sein.

Es wurden bislang keine wissenschaftlichen Studien darüber durchgeführt, welchen Effekt Hanfprotein auf autoimmune Krankheiten hat, aber man weiß, dass der hohe Gehalt der Samen an essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren die Produktion von weißen Blutkörperchen im Körper erhöht. Hanfprotein kann bei einzelnen Personen zu leichtem Durchfall führen. Dies kann vermieden werden, indem man die Dosierung vorsichtig angeht. Ein Teelöffel pro Tag und dann langsam auf die angegebene Dosis erhöhen. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen von Hanfprotein bekannt.

Wie nimmt man Hanfprotein zu sich und wie schmeckt dieses?

Die klügste Art und Weise ist, eines der Hanfproteinpulver zu kaufen, die es auf dem Markt gibt. Dies ist sowohl einfach, nützlich, effektiv und einfach zum Einnehmen. Der Geschmack des Proteins ist aufgrund der Schale, die enthalten ist, etwas grasiger. Hanfprotein kann genauso wie der Samen verwendet werden. Außerdem kann das Pulver mit einem Glas Wasser oder einem anderen Getränk gemischt werden. Unten findest du ein Rezept eines leicht zuzubereitenden und nützlichen Smoothies. Du kannst geschälte Hanfsamen kaufen und diese über den Frühstücksbrei oder Joghurt streuen. Auch in einen gewöhnlichen Gemüsesalat können Hanfsamen gestreut werden. Geschälte Hanfsamen haben einen leichten Nussgeschmack. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass man beim Verzehr von geschälten Hanfsamen geringere Mengen der wichtigen Fasern zu sich nimmt, da sich diese vor allem in der Schale befinden.

Hanfproteinsmoothie

  • 2 Esslöffel Hanfprotein
  • 1 Esslöffel Kokosfett, extra virgin
  • 1  Hand voll gefrorene Heidelbeeren
  • 1 kleine Banane
  • 15g Sojajoghurt
  • 100ml Wasser
  1. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einem gleichmäßigen Smoothie mixen
  2. In ein Glas gießen und mit einer zusätzlichen Heidelbeere dekorieren

Man kann seine tägliche Hanfprotein-Dosis nach eigenem Geschmack einteilen. Für gewöhnlich nimmt man jedoch die halbe Dosis morgens und die andere am Nachmittag oder Abend, z.B.nach der Trainingseinheit, um das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Da das Nahrungsergänzungsmittel ein Sättigungsgefühl und bei manchen auch ein Gefühl eines leicht aufgeblähten Magens hervorrufen kann, kann es ungeeignet sein, dieses vor oder während des Trainings einzunehmen. Aber du merkst sicher selbst schnell wie du und dein Magen auf die Einnahme reagieren. Fühlst du keine Beschwerden, kannst du sehr gut auch während des Trainings eine Dosis zu dir nehmen.

Zuletzt bearbeitet: 2020-02-18 15:12:34

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