Multivitamin

Multivitamin ist – wie der Name bereits sagt – eine Kombination aus unterschiedlichen Vitaminen, die alle gebraucht werden, damit unser Körper und unsere Sinne optimal funktionieren. Dazu gehören auch andere wichtige Bestandteile wie Mineralien und Aminosäuren, deren Einnahme man nach seinem persönlichen Bedarf anpassen kann. Alle Menschen haben im Grunde dieselbe Konstitution, aber unterscheiden wir uns dennoch in beträchtlichem Maße, nicht zuletzt aufgrund unterschiedlicher Lebensstile, Essensgewohnheiten, Trainingsroutinen, Geschlecht und Alter.

Für dieselbe Person kann der Bedarf ebenfalls während des Lebens unterschiedlich sein. Viele Frauen neigen z.B. zu Eisenmangel, welcher sich während einer Schwangerschaft verschlimmern kann. Andere Ursachen können sein, dass man eine Zeit lang nicht ordentlich isst oder sich aufgrund eines stressigen Jobs oder eines tragischen Ereignisses niedergeschlagen fühlt. Hinzu kommen Dinge wie das Wetter und die Temperatur; während der dunklen Wintermonate fühlen sich viele aufgrund der Kälte und des mangelnden Lichts extrem müde und erschöpft, wobei Multivitamin hilfreich sein kann. Manchmal kann auch das Immunsystem durch wiederholende Erkältungen angeschlagen sein und man benötigt einen extra Kick.

Heutzutage gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Multivitaminprodukten auf dem Markt. Es gibt sie in allen möglichen Formen wie Pillen, Brausetabletten, Pulver, Sprays und Kapseln. Welche Art von Produkt man wählt, hängt vor allem von dessen Inhalt ab und wie man diese einnehmen will. Manche empfinden es als anstrengend, Kapseln und Pillen zu schlucken, während andere den Geschmack von Spray nicht mögen. Doch zum Glück gibt es so viele verschiedene Produkte, das jeder jenes findet, das zu einem passt.

In diesem Artikel werden wir die gewöhnlichsten Inhaltsstoffe in den unterschiedlichen Multivitaminen aufschlüsseln und du wirst erfahren, für was sie gut sind, wie sie eingenommen werden sollen und ob sie Nebenwirkungen haben. Wir werden außerdem fünf populäre Produkte vergleichen, die alle auf ihre Weise gut und einzigartig sind.

Den Zusammenhang verstehen

Ernährungswissenschaft, Biologie und Chemie sind alle Bestandteile des enormen Wissens, das man benötigt, um zu verstehen wie Vitamine und Mineralien aufgebaut sind und wie sie im Körper funktionieren. Oft wirken sie miteinander, weshalb es besonders wichtig ist, eine gute Balance im Körper zu haben. Eisen wird bspw. schlecht vom Körper aufgenommen, wenn dieser nicht über ausreichend Vitamin C verfügt, so leidet eine Person, die viel Eisen zu sich nimmt aber überhaupt kein Vitamin C unter ernsthaften Eisenmangel. Alles hängt miteinander zusammen.

Deshalb ist es kein Zufall, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. eine ausgewogene Ernährung empfiehlt, sodass man unterschiedliche Nährstoffe aus Obst, Gemüse, Fisch, Geflügel und Fleisch erhält. Ist man Vegetarier oder Veganer, so ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass man dennoch alle Nährstoffe ausreichend aufnimmt, da ansonsten ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B und Eisen die Konsequenz sein kann. Menschen, die weder Fleisch noch tierische Produkte essen, können außerdem an Proteinmangel leiden, weshalb diese mehr proteinreiche Produkte wie Avocado, Hülsenfrüchte und Nüsse zu sich nehmen sollten. Zusätzlich kann es gut sein, die Nahrung mit Multivitaminprodukten zu komplementieren, damit kein Mangel riskiert wird.

Was sind Vitamine?

Auch wenn man seit dem Kindesalter das Wort „Vitamin“ kennt, so ist es manchmal dennoch etwas knifflig, zu verstehen, was Vitamine sind und wofür sie gut sind. Einfach erklärt sind Vitamine ein kleines Set an organischen Molekülen, die dem Körper helfen, normal zu funktionieren. Manche schützen das Immunsystem, andere fördern das Blut und wieder andere helfen bei Dingen wie den Hormonen und den Signalsubstanzen. Hat man einen Mangel eines Vitamins, schwächt dies das Organ oder die Funktion, für die das Vitamin verantwortlich ist. Dies äußert sich in einer Beeinträchtigung des Immunsystems, Müdigkeit oder spröden Nägeln.

Die Vitamine werden mit unterschiedlichen Buchstaben bezeichnet und deren Ordnung folgt jene des Alphabets. Die chronologische Ordnung hat mit ihrer Entdeckung zu tun; A wurde zuerst entdeckt, dann B etc. Es gibt außerdem Subkategorien der Vitamine, z.B. B3, B12 etc., welche alle ihre spezifischen Funktionen haben.

Vitamin A

Vitamin A ist verantwortlich für die gesamte Entwicklung unseres Körpers und die Erneuerung der Zellen genauso wie für das Immunsystem. Da Vitamin A aus Carotin besteht, ist es auch wichtig für die Funktionen der Augen. Der Stoff wird auch extern angewandt, um Hautstörungen wie Akne zu behandeln und in der Schönheitsindustrie wird die hautverjüngende Wirkung von Vitamin A beschwört. In der Nahrung finden wir Vitamin A insbesondere in Karotten, Süßkartoffeln, Eier, Bohnen, Beeren, Lebertran und Spinat. Leidet man unter Vitamin-A-Mangel, so ist es vor allem die Sehkraft die beeinträchtigt wird, zuerst wird die Nachtsicht sich verschlechtern.

Eine Alternative zu Vitamin A ist Beta Carotin, ein Stoff, der im Körper in Vitamin A umgewandelt wird.

Vitamin B

Es gibt mehrere Vitamin B, doch ist B12 das bekannteste, da wir dank diesem rote Blutkörperchen produzieren können und ein gesundes Nervensystem haben. Wenn man sich ausgewogen ernährt, leidet man üblicherweise nicht unter einem Vitamin-B-Mangel. Ernährt man sich jedoch vegan, ist es normal, dass der Vitamin-B-Spiegel zu niedrig ist. Auch ältere Personen leiden öfter an einem Mangel. Das häufigste Symptom ist, dass die betroffenen Personen bleich werden und sich allgemein müde und kraftlos fühlen. Die üblichste Quelle für Vitamin B sind Rindfleisch, Leber und Thunfisch.

Vitamin C

Vitamin C ist das vielleicht bekannteste Vitamin, welches wir via Obst und Gemüse wie Zitrusfrüchten, Brokkoli, Beeren und Kirschen zu uns nehmen. Dank Vitamin C funktioniert unser Immunsystem gut und wir haben Energie. Man kann große Mengen Vitamin C aufnehmen, ohne irgendwelche Nebenwirkungen zu bekommen, da der Körper sich einer eventuellen Überdosis ganz einfach durch Urinieren selbst entledigt. Ein Mangel an Vitamin C hingegen ist sehr ernst, zum einen macht es uns müde und schlapp und zum anderen verschlechtert sich das Immunsystem und die Aufnahme von Eisen.

Vitamin D

Das Einzigartige an Vitamin D ist, dass man es überwiegend durch Sonnenstrahlen aufnehmen kann. Man findet Vitamin D auch in manchen Lebensmitteln wie fettiger Fisch, gekochtem Eigelb und Pilzen, aber es ist das Licht, das am wichtigsten ist. Da Deutschland in den Wintermonaten recht dunkel ist, ist es leicht, einen Vitamin-D-Mangel zu bekommen, der sehr ernsthaft ist, da er der Stoff für unsere Knochen und für die wichtigsten Organe wie Herz und Gehirn verantwortlich ist.

Vitamin E

Vitamin E finden wir in unterschiedlichen Nüssen und Samen wie Mandeln, Haselnüssen und Sonnenblumenkernen, aber auch in den meisten Gemüsesorten und Mais. Das Vitamin schützt unter anderem unser Herz und unsere Augen und man hat festgestellt, dass Menschen, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren, seltener unter einem Mangel leiden, was zu einer verbesserten Gefäßgesundheit und einem niedrigeren Blutdruck führt.

Kann es gefährlich sein, Multivitamin einzunehmen?

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die überwiegende Quelle für Nährstoffe aus einer ausgewogenen Kost stammen sollte. Multivitaminprodukte können niemals das Essen und die Getränke, die wir konsumieren, ersetzen, sondern sollten nur als eine Ergänzung zu der bereits existierenden Kost betrachtet werden. Während die meisten Vitamine, die wir zu uns nehmen, beim Wasserlassen ausgeschieden werden, gibt es bei anderen Vitaminen, einige Risiken, wenn man von ihnen zu viele aufnimmt. Dies gilt auch für Mineralien und es ist daher ratsam, nicht zu hohe Dosen einzunehmen.

Wenn man schwanger ist, stillt oder unter einer spezifischen Krankheit leidet, so sollte man immer einen Arzt um Rat bitten bevor man irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Auch wenn sie im gewöhnlichen Handel erhältlich sind, sollte man besonders vorsichtig sein, wenn man unter einer gesundheitlichen Beschwerden leidet wie z.B. Diabetes, Hochblutdruck oder Herzproblemen.

Ein paar Worte über Mineralien

Mineralien finden sich sowohl in der Natur als auch in unserem Körper und sie bestehen aus kleinen, chemischen Komponenten, die alle ihre eigenen Zusammensetzungen und Funktionen haben. Obwohl Multivitaminprodukte hauptsächlich die verschiedenen Vitamine betonen, die sie enthalten, so enthalten sie in der Regel auch immer eine Reihe wichtiger Mineralien, die für unsere Organe, Knochen und Gelenke wichtig sind.

Eisen– eine lebenswichtige Komponente für unser Blut und der es ermöglicht, Säure an Muskeln und Organe weiterzuleiten. Findet sich vor allem in Innereien aber auch in Gemüse, Meeresfrüchte, Hähnchen und Hülsenfrüchten. Mangel an Eisen ist ein ernsthaftes Problem und kann zu Blutmangel führen.

Magnesium – damit sich unser Körper und unsere DNA gut entwickeln, braucht es ein gutes Niveau an Magnesium, welches sich unter anderem in Milch, Getreide und Fisch findet. Leidet man an einem Mangel, so kann sich dies an Symptomen wie Taubheit, Depression und Herzflattern, aber auch Schlafproblemen und Konzentrationsproblemen bemerkbar machen. Menschen, die viel Zucker und Alkohol konsumieren, tendieren dazu, in größerem Ausmaß an Magnesiummangel zu leiden als wenn sie nicht so viel Zucker und Alkohol konsumieren würden.

Zink – merkt man, dass Wunden schwerer heilen und dass das Immunsystem beeinträchtigt ist, so leidet man vielleicht unter Zinkmangel. Dieser Nährstoff wird für den gesamten Körper benötigt und man findet ihn überwiegend in Austern, Nüssen und unterschiedlichen Vollkornprodukten. Man kann einen vorübergehenden Zinkmangel erleiden, wenn man gestresst ist oder eine Operation hinter sich hat von der man sich erholen muss.

Calcium– ein Grundnährstoff, den wir vor allem aus Milchprodukten erhalten und ein Mangel kann leichtere Konsequenzen wie Beinkrämpfe und spröde Nägel haben, aber auch ernsthaftere mit den Knochen, des Herzens und den Zähnen zur Folge haben.

Wer braucht Multivitamin?

Alle Menschen benötigen eine ausgewogene Ernährung, damit sie alle Vitamine und Mineralien erhalten, die der Körper braucht. Leider ist das nicht immer einfach und da können Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Auch wenn es das Ziel ist, ausreichend Obst und Gemüse zu essen und Proteine, Fette, Mineralien und Vitamine via Fleisch und Milchprodukten aufzunehmen, ist es nicht ungewöhnlich, dass man dennoch ziemlich einseitig isst und so unter einem leichteren oder schwereren Mangel leidet.

Viel Stress, eine längere Krankheit oder extreme Diäten können zu einem ernsthaften Mangel führen und man sollte immer aufmerksam bzgl. äußeren und inneren Symptomen sein, wie Schlafschwierigkeiten, Müdigkeit, Hautausschlag oder Krämpfen. Menschen mit verschiedenen Allergien oder Unverträglichkeiten können ebenfalls unter gewissen Mängeln leiden. Hat man bspw. eine Glutenunverträglichkeit, verzichtet man auf eine Menge Zink im Vollkornbrot und hat man eine Laktoseintoleranz, auf das Calcium in der Milch – wenn man keine alternativen Quellen findet.

Der häufigste Grund, weshalb man eine zusätzliche Einnahme von Multivitaminen benötigt, ist jener, dass man eine ausgewogene Ernährung einfach nicht hinbekommt. Viele Dinge gleichzeitig zu tun, Stress auf der Arbeit und ein aktives Leben führen schnell zu einigen Mängeln. Wenn man zusätzlich auch noch trainiert, benötigt der Körper noch mehr Nährstoffe und da können Nahrungsergänzungsmittel eine unschätzbare Hilfe sein.

Wie wird Multivitamin am besten aufbewahrt?

Alle Multivitamine sollten an einem kühlen Ort aufbewahrt werden, z.B. in einer Vorratskammer oder sogar in einem Kühlschrank. Am wichtigsten ist jedoch, dass sie keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Eine hohe Temperatur kann die Lebensdauer erheblich verkürzen, bewahre sie deshalb immer an einem schattigen und trockenen Ort auf.

Vergiss den Sinn nicht

Fast alle heutigen Studien zeigen, dass Menschen, die sich viel bewegen und gut essen, sich mental besser fühlen als diejenigen, die dies nicht tun und hier können Multivitamine einen starken Beitrag leisten.

Während einige Mängel, wie z.B. an B12 oder Zink, nachweislich Depressionen und allgemeine Kraftlosigkeit verursachen, so weiß man, dass eine gute Balance, ein gesünderes Gehirn und eine bessere Stimmung bedingt. Die positiven Effekte guter Werte können nicht oft genug betont werden und hier spielt die Ernährung eine große Rolle.

Veröffentlichen: 2019-06-18
Zuletzt bearbeitet: 2019-06-22 17:52:21
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